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Konstruktionsmechaniker / Schlosser: Beruf, Ausbildung und Arbeitsalltag

Inhaltsverzeichnis
Mitarbeiter an einer Rundbiegemaschine mit gebogenen Stahlblechen
Kurzfazit: Konstruktionsmechaniker bauen aus Blechen, Profilen und Rohren Stahlkonstruktionen. In der Werkstatt heißt der Beruf oft noch Schlosser. Zur Arbeit gehören das Ausrichten der Einzelteile, Heften, Bohren und Prüfen der Maße. Bei Bock in Lorch entstehen so Einzelstücke und kleine Serien bis 50 t. Der Beruf lässt sich in einer dualen Ausbildung lernen. Die aktuellen Möglichkeiten stehen unter Konstruktionsmechaniker / Schlosser (m/w/d) und auf unserer Karriereseite.

Vom Zuschnitt zur Stahlkonstruktion

Auf den Böcken liegen zugeschnittene Bleche und Profile. Daraus soll ein Rahmen entstehen. Bevor geschweißt werden kann, müssen die Teile ausgerichtet, Abstände geprüft und Verbindungen geheftet werden. Diese Arbeit übernimmt der Konstruktionsmechaniker.

Im Stahlbau wird dafür weiterhin der Name Schlosser verwendet. Wer nach einer Stelle sucht, findet deshalb häufig beide Bezeichnungen. Auch unsere Ausschreibung heißt Konstruktionsmechaniker / Schlosser (m/w/d). Die historischen Berufsbezeichnungen ordnen wir im nächsten Kapitel ein.

Die Zeichnung gibt Maße und Bezüge vor. Daraus ergibt sich die Arbeitsfolge: Welches Teil wird zuerst ausgerichtet? Welche Stelle muss zum Messen zugänglich bleiben? Und wo lässt sich die Baugruppe noch korrigieren, bevor sie fertig geschweißt wird?

Dabei arbeitet die Schlosserei eng mit den anderen Bereichen zusammen. Der Zuschnitt liefert die Einzelteile, die Schweißerei verbindet die geheftete Baugruppe, und die Zerspanung bearbeitet später die Funktionsflächen. Gute Vorarbeit erleichtert jeden dieser nächsten Schritte.

Auch die Schweißnahtvorbereitung gehört dazu. Manche Fasen entstehen bereits beim Brennschneiden. Andere werden direkt am Bauteil nachgearbeitet. Ein Schneidwagen kann dafür einen Plasmabrenner auf einer Führungsschiene entlangführen; so lassen sich auch Walzzugaben an gewalzten Blechen abtrennen.

Geschweißter Portalrahmen mit Bolzengelenken beim Ausrichten mit dem Nivelliergerät – Stahlbau Kranbau Lohnfertigung Bock Maschinenbau Lorch
Eine große Stahlkonstruktion wird in der Halle ausgerichtet und vermessen. Maßhaltigkeit beim Zusammenbau entscheidet darüber, ob die Baugruppe später passgenau montiert werden kann.
Mobiles Plasmaschneiden mit Schneidwagen auf Führungsschiene – Blechzuschnitt mit Funkenflug bei Bock Maschinenbau in Lorch
Vor der Schlosserei steht der Zuschnitt. Hier führt ein Schneidwagen den Plasmabrenner auf einer Führungsschiene und trennt das Blech in gerader Linie – direkt am Bauteil. Genauso wird eine Walzzugabe abgetrennt, bevor das Teil weitergeht.

Wie heißt der Schlosser heute? Die alten Schlosserberufe und ihre Nachfolger

Einen Ausbildungsberuf „Schlosser“ gibt es nicht mehr. Die Industrie hat ihre Schlosserberufe zum 1. August 1987 neu geordnet, das Handwerk folgte zum 1. August 1989. Welcher Beruf heute an die Stelle getreten ist, hängt deshalb davon ab, welcher Schlosser gemeint war – und ob er bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder bei der Handwerkskammer gelernt wurde:

Früherer BerufAbgelöst zumHeutiger AusbildungsberufKammer
Stahlbauschlosser1. August 1987KonstruktionsmechanikerIHK
Bauschlosser1. August 1987KonstruktionsmechanikerIHK
Maschinenschlosser1. August 1987IndustriemechanikerIHK
Betriebsschlosser1. August 1987IndustriemechanikerIHK
Hochdruckrohrschlosser1. August 1987AnlagenmechanikerIHK
Schlosser im Handwerk1. August 1989Metallbauer (heute Fachrichtung Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau)Handwerkskammer

Welcher heutige Beruf mit „Schlosser“ gemeint ist, hängt vom früheren Aufgabenbereich ab. Für den Stahlbau ist es der Konstruktionsmechaniker. Die Tätigkeiten von Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker und Metallbauer stellt der Berufsvergleich gegenüber.

Ausrichten, heften, messen: die tägliche Arbeit

Die Bauteile wechseln, diese Arbeitsschritte kehren wieder:

  • Anreißen und Messen: Maße und Bezugspunkte aus der Zeichnung auf das Werkstück übertragen. Dabei wird festgelegt, von welcher Kante aus weitergearbeitet wird.
  • Richten: Verformte Bleche und Baugruppen mechanisch oder durch gezielt eingebrachte Wärme in die geforderte Form bringen.
  • Heften: Die Einzelteile zunächst punktuell verbinden und die Lage nachmessen. In diesem Zustand sind Korrekturen noch leichter möglich als nach dem vollständigen Schweißen.
  • Bohren, Schleifen, Entgraten: Anschlussbohrungen herstellen, Kanten nacharbeiten und Auflagen für den nächsten Fertigungsschritt vorbereiten.
  • Passen und Prüfen: Teile aufeinander abstimmen und die eigenen Arbeitsergebnisse mit geeigneten Messmitteln kontrollieren.

Bei großen Baugruppen wird mehrfach gemessen: nach dem Ausrichten, nach dem Heften und vor der Übergabe an die nächste Station. So lässt sich erkennen, wann sich ein Maß verändert hat.

Schlosser mit Atemschutz schleift einen geschweißten Stahlrahmen, Funken sprühen – Schlosserarbeiten im Maschinenbau Raum Stuttgart
Schleifen an einem geschweißten Kastenträger. Die Oberfläche wird für den nächsten Arbeitsschritt nachgearbeitet.
Richten und Flammrichten im Stahlbau-Fertigungsbetrieb – Maschinenpark CNC Großteilbearbeitung Bock Maschinenbau Lorch
Flammrichten an einem Träger: Wärme wird gezielt eingebracht, um die Form beim anschließenden Abkühlen zu korrigieren.
Schlosserarbeiten am gewalzten XXL-Rohrschuss: Konstruktionsmechaniker schleift innen auf dem Rollenbock – Bock Maschinenbau Lorch
Nacharbeit im Inneren eines gewalzten und geschweißten Rohrschusses. Das Bauteil liegt auf einem Rollenbock.

Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker oder Metallbauer?

Die Namen klingen ähnlich. Die Schwerpunkte der Arbeit unterscheiden sich:

MerkmalKonstruktionsmechaniker (Schlosser)IndustriemechanikerMetallbauer
Was am Ende entstehtTragende Stahl- und Blechkonstruktionen, Baugruppen, Sondermaschinen-GestelleFunktionsfähige Maschinen und AnlagenMetallbauteile im Handwerk – Tore, Geländer, Treppen, Aufbauten
KernaufgabeZuschnitte zu einer maßhaltigen Konstruktion fügenMaschinen montieren, in Betrieb halten, instand setzenKonstruktionen fertigen und beim Kunden montieren
Typische BauteilgrößeVon der Konsole bis zur Schwerlastbaugruppe mit mehreren Metern KantenlängeVom Einzelbauteil bis zur kompletten AnlageMeist im überschaubaren Format
Ausbildungsdauer (dual)3,5 Jahre3,5 Jahre3,5 Jahre
Zuständige KammerIHK (Industrie und Handel)IHK (Industrie und Handel)Handwerkskammer
Name gilt seit1987 – Nachfolger u. a. des Stahlbau- und Bauschlossers1987 – Nachfolger u. a. des Maschinen- und Betriebsschlossers1989 – Nachfolger des Schlossers im Handwerk
Bei BockAusbildungsberuf UND Facharbeiter-StelleAls Vorbildung für die Schlosser-Stelle anerkanntVerwandtes Handwerk – Einstieg über die Schlosser- oder Schweißer-Stelle

Konstruktionsmechaniker fertigen vor allem Metallkonstruktionen. Industriemechaniker beschäftigen sich mit Maschinen und Anlagen, Metallbauer mit den jeweiligen Aufgaben ihres Handwerks. Die konkreten Tätigkeiten hängen auch vom Betrieb ab.

Einzelstücke und kleine Serien bei Bock

Ein Kranausleger, ein Pressenrahmen, ein Trommelkörper oder ein Maschinenbett: Bei Bock entstehen viele Einzelstücke und kleine Serien. Deshalb wechseln Zeichnungen, Abmessungen und die Aufgaben beim Zusammenbau.

Für ein neues Bauteil muss häufig auch die Aufspannung neu überlegt werden. Die Teile sollen sicher liegen, die Messstellen erreichbar bleiben und die Schweißerei anschließend an die Nähte kommen. Erfahrung hilft dabei, diese Anforderungen zusammenzubringen.

Bei Bauteilen bis 50 t gehört auch das Bewegen zur Planung. Das Kransystem mit 2×25-⁠t-Kapazität übernimmt das Heben. Anschlagpunkte und Schwerpunkt werden vorher geklärt. An Bauteilen bis 26 m Länge liegen die Arbeitsstellen oft mehrere Meter auseinander.

Zu dieser Abwechslung gehört sorgfältige Eigenkontrolle. Auch bei einem Einzelstück müssen Maße und Bezüge nachvollziehbar geprüft werden, bevor weitere Arbeit in die Baugruppe fließt.

Große Stahlkonstruktion auf Böcken in der Werkhalle
Ein langer Träger in der Fertigungshalle. Die Personen daneben machen seine Abmessungen sichtbar.
Konstruktionsmechaniker schleift eine Schweißkonstruktion im Stahlbau – Lohnfertigung bei Bock Maschinenbau Lorch
Schleifarbeiten an einem großen Stahlrahmen aus Profilen und Blechen.

Die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker

Die duale Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre, mit Lernen im Betrieb und in der Berufsschule. Die Abschlussprüfung besteht aus zwei zeitlich getrennten Teilen. Seit 2004 nennt die Verordnung Einsatzgebiete anstelle der früheren Fachrichtungen: Ausrüstungstechnik, Feinblechbau, Schiffbau, Schweißtechnik sowie Stahl- und Metallbau. Der Betrieb legt das Einsatzgebiet fest. Bei Bock gehören diese Grundlagen zur Ausbildung:

  • Grundtechniken zuerst: Messen, Anreißen, Sägen, Feilen, Bohren – die Handfertigkeiten, auf denen alles Spätere aufbaut.
  • Zeichnung lesen und umsetzen: Zusammenbau und Montage von Stahlbaugruppen nach Zeichnung, vom einfachen Rahmen bis zur mehrteiligen Konstruktion.
  • Fügen lernen: Heften und Zusammenbauen mit Hilfsschweißungen – im direkten Zusammenspiel mit der Schweißerei, die daraus die tragende Naht macht.
  • Prüfen: Qualitätskontrolle der gefertigten Teile und Baugruppen. Die Eigenprüfung gehört vom ersten Lehrjahr an dazu, nicht erst zur Prüfungsvorbereitung.
  • Mitarbeiten statt Zuschauen: Gearbeitet wird an laufenden Aufträgen in Schlosserei und Montage – nicht an Übungsstücken, die anschließend in den Schrott gehen.

Sorgfalt, technisches Interesse und handwerkliches Geschick helfen beim Einstieg. Die Handgriffe werden unter Anleitung gelernt; mit der Erfahrung wachsen die Aufgaben. Welche Schulabschlüsse wir erwarten, steht in der aktuellen Ausschreibung.

Ausbildungsbetrieb für Industriemechaniker und Zerspanungsmechaniker im Metallbau und Sondermaschinenbau – Zerspanungsmechaniker Jobs Lorch Bock
Zeichnung lesen ist der Kern der Ausbildung: Ein erfahrener Kollege zeigt am Plan, welche Kante Bezug ist und in welcher Reihenfolge die Teile zusammenkommen.
Schleifarbeiten an Stahlbaugruppen in unserer Halle in Lorch. Solche Tätigkeiten lassen sich auch bei einem Praktikum kennenlernen.

Was Auszubildende bei Bock kennenlernen

Auf 14.000 m² liegen bei Bock mehrere Fertigungsbereiche unter einem Dach. Dadurch lässt sich verfolgen, was vor und nach dem eigenen Arbeitsschritt mit einem Bauteil passiert:

  • Zuschnitt: autogenes Brennschneiden bis 200 mm Materialstärke und CNC-Plasmaschneiden. Das Rohteil kommt aus dem eigenen Haus – man sieht, woher es kommt.
  • Umformen: Walzen und Abkanten. Wer eine gerundete Schale einpasst, hat vorher gesehen, wie diese Rundung entstanden ist.
  • Schweißen nach DIN EN 1090-2 EXC3 und EN ISO 3834-2, überwacht durch eine eigene Schweißaufsicht (IWE/EWE).
  • Zerspanung: CNC-Großteilbearbeitung bis 26 m Bauteillänge. Passflächen entstehen bewusst NACH dem Schweißen, damit der Verzug aus der Naht außerhalb der Maßkette bleibt.
  • Prüfen und dokumentieren: zerstörungsfreie Prüfung (VT, PT, MT nach ISO 9712) im eigenen Werk, Werkstoffe mit Abnahmeprüfzeugnis 3.1 nach EN 10204 aus einem Lager mit über 40 Güten – von Baustahl über Hardox bis S1100.
  • Oberfläche: Strahlen und Lackieren. Die Baugruppe verlässt das Haus einbaufertig, nicht als Rohbau.

Die kurzen Wege helfen auch bei Rückfragen: etwa wenn eine Fuge beim Zusammenbau nicht passt oder eine Fläche später gefräst werden soll. Zu den Einsatzbereichen unserer Bauteile gehören Kranbau, Fahrzeugbau, Anlagenbau und Offshore.

Produktionshalle des Fertigungsbetriebs und zertifizierten Schweißfachbetriebs – Schweißfachbetrieb DIN EN 1090 Lorch Bock Maschinenbau GmbH
Ein Blick in die Halle, in dem mehrere Gewerke gleichzeitig stehen: links ein gewalzter Schuss auf dem Bock, in der Mitte ein Kollege an einer Baugruppe, rechts ein Konus – darüber die Kranbahn.

Was der Beruf im Alltag verlangt

Zur Berufswahl gehört auch ein Blick auf die weniger bequemen Seiten der Arbeit:

  • Körperliche Arbeit: Viele Tätigkeiten finden im Stehen und mit handgeführten Werkzeugen statt. Lärm und Schutzkleidung gehören zur Arbeit in der Fertigungshalle.
  • Geduld: Eine große Baugruppe kann mehrere Tage oder Wochen beanspruchen. Der Fortschritt zeigt sich oft erst nach mehreren Arbeitsschritten.
  • Genauigkeit: Messen und Nachprüfen nehmen einen festen Teil der Arbeitszeit ein. Auch dann, wenn ein Teil auf den ersten Blick schon passend aussieht.
  • Praktisches Arbeiten: Konstruktionsmechaniker setzen technische Zeichnungen um. Wer vor allem entwerfen und am Bildschirm konstruieren möchte, sollte auch die entsprechenden technischen Berufe ansehen.
  • Wechselnde Aufgaben: Bei Einzelstücken muss man sich regelmäßig auf andere Zeichnungen, Formen und Arbeitsfolgen einstellen.

Berufserfahrung und Weiterbildung

Nach der Ausbildung wächst vor allem die Selbstständigkeit. Mit mehr Erfahrung lassen sich auch Baugruppen planen und aufbauen, deren Arbeitsfolge noch nicht aus früheren Aufträgen bekannt ist.

Weitere fachliche Richtungen liegen im Betrieb nahe beieinander: Schweißen nach DIN EN 1090-2 EXC3 mit gültiger Prüfung nach DIN EN ISO 9606-1, CNC-Bearbeitung und Qualitätssicherung mit Qualifikation nach ISO 9712. Welche Entwicklung möglich ist und welche Qualifikation dafür nötig wird, wird individuell besprochen.

Die Vergütung richtet sich nach Qualifikation, Berufserfahrung, Einsatzbereich und individueller Vereinbarung. Dazu kommen Urlaubsgeld und Sonderzahlungen, 30 Tage Urlaub, betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, eine betriebliche Krankenversicherung und ein Fahrgeldzuschuss. Bock ist ein Familienbetrieb mit 63 Jahren Fertigungserfahrung.

Mitarbeiter beim Schleifen im Inneren eines großen Stahlzylinders
Schleifarbeiten im Inneren eines Rundkörpers. Dahinter sind weitere Arbeitsplätze in der Fertigungshalle zu sehen.
Stahlbau-Schweißkonstruktion für Sondermaschinenbau und Schweißbaugruppe in der Metallindustrie Berufe & Ausbildung

Ausbildung im Stahlbau: was hier wirklich gebaut wird

Konstruktionsmechaniker oder Zerspanungsmechaniker? Welche Aufgaben hinter den Namen stecken und wie die Ausbildung bei Bock abläuft.

Zum Überblick

Schlosserarbeiten in Bildern

Die Aufnahmen aus unserer Fertigung führen zu den jeweiligen Abschnitten.

Häufige Fragen zum Beruf Konstruktionsmechaniker / Schlosser

Was macht ein Konstruktionsmechaniker?

Konstruktionsmechaniker bauen aus Blechen, Profilen und Rohren Stahlkonstruktionen und Maschinengestelle. Sie richten die Teile nach Zeichnung aus, heften, bohren und prüfen die Maße. Bei Bock entstehen so Einzelstücke und kleine Serien. Die Arbeitsfolge wird auf die jeweilige Baugruppe abgestimmt.

Wie heißt der Beruf Schlosser heute?

Je nachdem, welcher Schlosser gemeint ist, heißt der Beruf heute Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker oder Metallbauer – einen Ausbildungsberuf „Schlosser“ gibt es nicht mehr. Die Industrie hat ihre Schlosserberufe zum 1. August 1987 neu geordnet: Aus Stahlbau- und Bauschlosser wurde der Konstruktionsmechaniker, aus Maschinen- und Betriebsschlosser der Industriemechaniker. Im Handwerk löste zum 1. August 1989 der Metallbauer den Schlosser ab. Der Unterschied dahinter gilt bis heute: Der Konstruktionsmechaniker fertigt die tragende Konstruktion, der Industriemechaniker hält Maschinen und Anlagen in Betrieb. Wer „Schlosser“ sagt und damit Stahlbau meint, meint deshalb den Konstruktionsmechaniker – so steht es auch auf unserer Stellenausschreibung. Alle Vorgänger und Nachfolger zeigt die Übersicht der Schlosserberufe.

Ich habe Industriemechaniker gelernt – kann ich mich als Schlosser bewerben?

Ja. Das Anforderungsprofil unserer Schlosser-Stelle nennt ausdrücklich eine abgeschlossene Ausbildung als Konstruktionsmechaniker, Schlosser oder Industriemechaniker. Entscheidend sind Erfahrung mit Stahlbaugruppen, sicheres Lesen technischer Zeichnungen und eine sorgfältige Arbeitsweise – nicht der Wortlaut auf dem Zeugnis.

Bildet Bock auch zum Industriemechaniker aus?

Nein. Der Ausbildungsberuf für den Stahlbau heißt bei uns Konstruktionsmechaniker / Schlosser (m/w/d). Daneben bilden wir zum Zerspanungsmechaniker und zur Industriekauffrau bzw. zum Industriekaufmann aus. Wer Industriemechaniker gelernt hat, ist für die Facharbeiter-Stelle in der Schlosserei trotzdem willkommen.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung?

Für unsere Ausbildung genügt ein guter Hauptschul- oder Realschulabschluss. Dazu erwarten wir technisches Interesse, handwerkliches Geschick, Sorgfalt und Zuverlässigkeit. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Voraussetzungen passen, sprechen Sie uns an.

Was verdient man als Konstruktionsmechaniker bei Bock?

Die Vergütung wird nach Qualifikation, Berufserfahrung und Einsatzbereich individuell vereinbart. Hinzu kommen Urlaubsgeld und Sonderzahlungen, 30 Tage Urlaub, betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, eine betriebliche Krankenversicherung und ein Fahrgeldzuschuss.

Arbeite ich als Schlosser den ganzen Tag an derselben Maschine?

Nein. In der Schlosserei wird an wechselnden Baugruppen gearbeitet. Dazu gehören unter anderem Ausrichten, Heften, Bohren und Nacharbeiten. Werkstücke und Arbeitsfolgen ändern sich mit den Aufträgen. Verarbeitet werden beispielsweise Baustahl, Hardox und Edelstahl 1.4301.

Wo genau liegt der Arbeitsplatz?

In 73547 Lorch im Ostalbkreis, nahe Schwäbisch Gmünd. Aus Schorndorf, Aalen, Göppingen und Stuttgart ist der Standort gut erreichbar; zu den Fahrtkosten gibt es einen Zuschuss.

Quellen zu Ausbildung und Berufsgeschichte

Jeder Eintrag nennt, welche Aussage er trägt. Verordnungen sind mit Datum und Fundstelle im Bundesgesetzblatt benannt. Die verlinkten Quellen wurden am angegebenen Tag abgerufen und gelesen.

  1. Neuordnung der industriellen Metallberufe zum 1. August 1987; aufgehoben wurden unter anderem Bau-, Betriebs-, Maschinen-, Hochdruckrohr- und Stahlbauschlosser Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen (Industrielle Metall-Ausbildungsverordnung – IndMetAusbV) vom 15. Januar 1987 Bundesgesetzblatt · BGBl. I 1987 S. 274, in Kraft seit 1. August 1987
  2. Der Handwerksberuf Schlosser wurde zum 1. August 1989 aufgehoben; an seine Stelle trat der Metallbauer Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer/zur Metallbauerin vom 10. April 1989 Bundesgesetzblatt · BGBl. I 1989 S. 746, in Kraft seit 1. August 1989
  3. Einsatzgebiete statt Fachrichtungen in den industriellen Metallberufen seit 1. August 2004 Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen vom 9. Juli 2004 Bundesgesetzblatt · BGBl. I 2004 S. 1502
  4. Ausbildungsdauer dreieinhalb Jahre, Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen, Einsatzgebiete des Konstruktionsmechanikers, Festlegung des Einsatzgebiets durch den Ausbildungsbetrieb Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen (IndMetAusbV 2007) in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 2018 (BGBl. I S. 975) Bundesministerium der Justiz – gesetze-im-internet.de · abgerufen am
  5. Metallbauer heute – dreieinhalb Jahre, Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin vom 25. Juli 2008 Bundesgesetzblatt · BGBl. I 2008 S. 1468
  6. Steckbrief des Ausbildungsberufs – Ausbildungsbereich Industrie und Handel, 42 Monate, Einsatzgebiete, Rechtsgrundlagen Konstruktionsmechaniker/Konstruktionsmechanikerin – BIBB-Berufesuche Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) · abgerufen am

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Ansprechpartner
Christine Bock, Kaufmännische Leitung & Personal, Bock Maschinenbau GmbH Lorch

Christine Bock

Kaufmännische Leitung & Personal

Für Bewerbungen und Personalthemen sowie für Rechnungen, Zahlungen und kaufmännische Fragen.